Warum Startups sich Inpiration durch Star Trek holen können

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Startups brauchen gute Geschäftsideen. Oft ergeben sich diese aus einem konkreten Kunden-Problem, das Gründer erkennen und eine Lösung als Business-Modell anbieten. Als Kollege Mathias vor kurzem den Bezug zwischen Star Wars und Startups herstellte, fiel mir folgendes auf:

Science Fiction ist eine großartige Inspiration für Startup Geschäftsideen

Schauen wir uns am Beispiel von Star Trek mal an, welche Technologien es von der fiktionalen Inspiration in die heutige Welt geschafft haben:

Das Handy

In der Original-Serie aus den 60ern haben Captain Kirk und seine Besatzung mit dem Kommunikator Verbindung zu Schiff und Kollegen gehalten. Dr. Martin Cooper, der Vater des Mobiltelefons sagte in einem Interview selber einmal, Star Trek habe zur Entwicklung des Gerätes inspiriert.

Sprachkommunikation mit dem Computer

In fast allen Star Trek Raumschiffen spricht die Besatzung in vielen Fällen mit dem Computer. Mit Amazon Echo, Siri und Google Home kommt erreicht diese technologische Möglichkeit nun im Massenmarkt an.

Universal Übersetzer

Wenn Star Trek Crews auf fremde Wesen im All stoßen, hilft der Universal Übersetzer dabei, dass sich beide Seiten in ihrer gewohnten Sprache unterhalten können und beschleunigt und vereinfacht damit die Kommunikation. Auch hier haben wir bsw. Mit Google Transite heute bereits einen Ansatz, der auf dem Smartphone funktioniert.

Interessanterweise lassen sich die beiden letzt genannten Technologien direkt mit der Massennutzung des Smartphone verknüpfen. Hinzu kommen natürlich noch das App-Ökosystem, mobil verfügbares Breitband Internet und viele andere Faktoren.

Welche Technologien werden für Startups zukünftig interessant?

Fiktion kann also die Wirklichkeit beeinflussen. Indem sie Erfinder und Gründer inspiriert. Aber auch indem sie der breiten Masse die Benutzung und deren Vorteile vorlebt, aber auch Gefahren aufzeigt.

Welche Technologien, die wir aus Star Trek kennen, könnten nun zukünftig lohnenswerte Betätigungsfelder für Startups werden:

Das Holodeck

Augmented und Virtual Reality sind kurz davor in den Massenmarkt einzutreten. Was momentan noch fehlt, ist eine breit verfügbare, akzeptierte und bezahlbare Technologie. Mit schweren Brillen auf dem Kopf können sich die meisten Menschen wohl nur für kurze Zeit anfreunden und Google Glass, wurde von vielen Menschen massiv abgelehnt. Nicht in der eigenen Nutzung sondern bereits, wenn sie auch Menschen stoßen, die eine Google Glass Brille trugen. Der Nutzen konnte die Befürchtungen noch nicht aufwiegen.

Vermutlich wird AR daher in der Öffentlichkeit zunächst eher auf kurzzeitig nutzbare Anwendungen beschränkt werden, ein hochgehaltenes Handy, das dann eine weitere Realitätsebene anzeigt wie bei Pokemon Go zum Beispiel.

Für Startups werden AR und VR vor allem als Plattform interessant und Gründer sollten sich heute schon fragen:

Welche Leistungen und Produkte kann ich in AR anbieten? Welche Probleme kann ich für Kunden in VR besser und schneller lösen als mit jeder anderen Technologie?

TriCorder

HealthTec at its best: In Star Trek nutzen Ärzte ein Hand-Diagnosegerät mit dem sie die Vitalfunktionen ihrer Patienten messen und auswerten können. Blutdiagnose, MRT, CT, Röntgengerät usw. In einem Gerät.

Für einzelne Anwendungen gibt es bereits Hardware-Erweiterungen für Smartphones: Blutdruck messen, Blutzucker auswerten und auch umfangreichere Blutanalysegeräte sind bereits in Entwicklung.

Die Entwicklung eines eigenen TriCorders ist für die meisten Startups ein zu komplexes und langwieriges Unternehmen. Die aktuelle Chance für Startups ist daher vielmehr die Frage:

Welche Erweiterung für vorhandene Plattformen und Geräte können wir schaffen, die Ärzten oder dem Patienten direkt massiv Arbeit und Leben erleichtern, Zeit sparen und Leben retten können?

Automatisierte Arbeit und Abschaffung des Geldes

Alle Erfindungen des Menschen zielen darauf ab, sich das Leben leichter zu machen. Arbeit zu automatisieren. Musste ein Unternehmer vor 100 Jahren eine Fabrik bauen und immense Arbeit auf sich nehmen, kann heute quasi jeder einzelne Bereiche in seinem Leben durch Software, eigene Entwicklungen, Smart Home Geräte usw. automatisieren.

In der Welt von Star Trek gibt es bereits kein Geld mehr. Die Arbeit, die geleistet wird, leisten die Menschen freiwillig, um sich weiter zu entwickeln und neues zu entdecken. Merkt ihr etwas? Hier schimmert in der Gesamtbevölkerung der Utopie durch, den Startup Gründer von Hause aus mitbringen.

Technologisch entwickeln wir uns zwar langsam aber immerhin in eine entsprechende Richtung: Bitcoin und Paypal schaffen Bargeld ab. Blockchain ist in der Lage Verträge mit allen daran komplizierten hängenden Dienstleistungen zu ersetzen. Und Automatisierung durch Roboter, Software und Algorithmen hilft uns immer mehr Arbeit auszulagern und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Lassen wir Jean-Luc Picard aus dem achten Star Trek Kinofilm einfach selbst zu Wort kommen:

Welche Science-Fiction Visionen inspirieren Euch? Schreibt und hier oder auf Facebook.

Beitragsbild stammt von der NASA und wurde auf unsplash zur Verfügung gestellt.

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