5 der heißesten Energie-Startups

5 der heißesten Energie-Startups

Alle reden über den Klimaschutz und die Energiewende, und viele tun auch etwas dafür – vor allem Startups. Die Plattform 2degrees beschäftigt sich intensiv mit Globalisierungsthemen und hat eine Liste mit den vielversprechendsten Energie-Startups zusammengestellt. Wir präsentieren die Top 5.

Sympower – Energie gleichmäßiger nutzen

Der Stromverbrauch verteilt sich nicht gleichmäßig über den Tag. Immer wieder kommt es kurzzeitig zu erhöhter Nachfrage, die nur durch zusätzliche Kraftwerksleistung und damit dem Verbrauch fossiler Brennstoffe verbunden ist. Das lässt sich auch anders lösen, sagt Sympower, ein Unternehmen, das seinen Ursprung in Estland und den Hauptsitz inzwischen in Amsterdam hat. Sympower ist eine Plattform, über die smarte Haushaltsgeräte miteinander verbunden sind. Kommt es nun zu verstärktem Energiebedarf, geht ein Signal an bestimmte Geräte, sich vorübergehend abzuschalten. Betroffen wären dann etwa Klimaanlagen und Heiz- oder Kühlsysteme, deren Aussetzen für wenige Minuten kaum spürbar wäre. Konsequent eingesetzt, soll das System Milliarden einsparen und eine spürbare Senkung des CO2-Ausstoßes bewirken.

Vebbu – für höhere Luftqualität

Die meisten Menschen verbringen die meiste Zeit in geschlossenen Räumen. Problem: Die Luftqualität ist dort zwei- bis fünfmal schlechter als draußen, gerade in energieeffizienten Häusern. Das kroatische Startup Vebbu hat nun ein System zur Wärmerückgewinnung entwickelt, das zugleich die Luft analysiert (Temperatur, Feuchtigkeit, CO2-Anteil etc.) und regelt. Zu dem Packet gehören die kompakten Lüftungsanlagen, Sensoren und eine App, über die sich das alles steuern und kontrollieren lässt. Ergebnis: Bessere Atemluft bei gleichzeitiger Energieersparnis. Mit diesem Angebot zielt Vebbu vor allem auf den deutschen Markt. Das ist allerdings nicht der erste Versuch; bereits 2015 sollte der Durchbruch mit smarten Thermostaten gelingen, die sich aber nicht durchsetzen konnten.

Die App von Watty informiert laufend über den Stromverbrauch (Foto: Watty)

Watty – immer über den Energieverbrauch informiert sein

Watty wurde 2013 in Stockholm gegründet und will Nutzern die Kontrolle über ihren Energieverbrauch geben. Kernstück ist dabei die Watty Box, die in den Sicherungskasten eingebaut wird. Das sollte man nicht selber tun, sondern Spezialisten überlassen. Dann misst die Box den Stromverbrauch im ganzen Haus und lernt dabei, einzelne Geräte zu identifizieren und voneinander zu unterscheiden. Falls irgendwelche Abweichungen von der festgestellten Norm auftauchen, wird das über eine App mitgeteilt. So lässt sich beispielsweise feststellen, ob ein Kühlschrank defekt ist, lange bevor die eigentliche Kühlleistung ausfällt. Schon länger angekündigt, sollen die ersten Boxen diesen Sommer endlich ausgeliefert werden.

DAJIE – das soziale Energie-Netwerk

Dajie ist eine chinesische Version von XING oder Linkedin, aber die ist hier nicht gemeint. Die Abkürzung DAJIE steht für Distributed Autonomous Joint Internet & Energy For Everyone und müsste daher konsequenterweise eigentlich DAJIEFE heißen. Wie auch immer, das 2015 in Italien entstandene Unternehmen ermöglicht den Austausch von Energie zwischen Haushalten, die diese selbst produzieren, etwa durch Solardächer. Dabei kommt die Technologie des Internet of Things zum Einsatz, und Blockchain wird auch genutzt. Für die Erzeugung umweltfreundlicher Energie erhalten nämlich die Nutzer Münzen einer Kryptowährung als Belohnung. Außerdem ist das ganze ein Open Source-Projekt, bei DAJIE kommt also so ziemlich alles zum Einsatz, was in der Digitalwelt gerade angesagt ist. Bisher allerdings nur in einem auf die Universität von Rom beschränktem Testprogramm.

Screenshot von der Wapo-Webseite: Der Chatbot wird hier nicht als Hausmeister, sondern als Wissenschaftler dargestellt.

Wapo.io – ein Chatbot als Hausmeister

DAJIE deckt also viele Buzzwords ab, aber doch nicht alle. Chatbots werden ebenfalls immer populärer, und einer davon ist Wapo aus Griechenland. Der WapoBOT ist eine Art digitaler Hausmeister, oder Facility Manager, wie es heutzutage heißt. Die App ist verbunden mit smarten Geräten ebenso wie mit echten Menschen und soll in zwei Richtungen funktionieren. Einmal kann man ihr Fragen zu aktuell auftauchenden Problemen stellen und und praktische Tipps bekommen. Zum anderen meldet sie sich selbständig, wenn sie Unregelmäßigkeiten festgestellt hat, beispielsweise ungewöhnlichen hohen Energieverbrauch über Nacht. Womit wir wieder bei unserem Hauptthema wären, denn Wapo soll hauptsächlich für mehr Energieeffizienz sorgen. Der Chatbot ist bereits im Einsatz und konnte als ersten Kunden Mediamarkt Griechenland gewinnen.

Bild ganz oben: pixabay

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